RC Car
Das RC Car oder auch ferngesteuerte Auto gibt es in vielen verschiedenen Varianten und Größen. Dabei verliert man sehr schnell den Überblick, denn die Auswahl an RC Cars ist gigantisch und es gibt so viele verschiedene Hersteller, dass es überall wieder etwas Neues gibt.
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Wir versuchen hier ein wenig Ordnung in das Durcheinander zu bringen und erklären weiter unten, welche Arten von RC-Cars es gibt, in welche Variationen sie angeboten werden und welcher Typ für welchen Fahrer am Besten geeignet ist.
Wegen der großen Auswahl im RC Car Bereich ist es zwingend notwendig die einzelnen Autos irgendwie einzuordnen. Dazu haben sich insgesamt vier Kriterien heraus kristallisiert die wir hier vorstellen und erklären wollen:
1. Onroad oder Offroad RC-Car:
Die Begriffe kommen, wie so oft bei uns in Deutschland, aus dem Englischen und beschreiben den Untergrund auf denen ein ferngesteuertes Auto gefahren werden kann. On-Road steht dabei für "auf der Straße" und Off-Road für "abseits der Straße". Wie der Name schon sagt, kann ein Offroad RC-Car auch abseits der Straße, also auf Wiesen, im Schotter oder auf Sand gefahren werden. Natürlich fährt ein Offroad Auto auch auf der Straße und damit hat dieses Auto einen recht weiten Einsatzbereich. Im Vergleich dazu ist ein Onroad RC Car speziell auf den Straßeneinsatz zugeschnitten und wird abseits der Straßen nur sehr eingeschränkt fahren können. Gefahren werden Onroad RC Cars meistens auf Rennstrecken oder auf großen Parkplätzen.
2. Verbrenner oder Elektro RC-Car:
Das ist schon fast eine philosophische Frage. Muss ein Auto immer Lärm machen und qualmen oder geht es auch mal ein wenig leiser und sauberer? Der Unterschied liegt hier nämlich, wie schon zu vermuten ist, im Antriebskonzept. Verbrenner Modellautos werden von einem kleinen Methanol-Motor angetrieben, der natürlich eingestellt und gewartet werden möchte. Hierfür ist schon ein wenig Erfahrung notwendig, damit der Motor nicht gleich beim zweite Lauf kaputt geht. Bei den Elektro-Antrieben ist es weniger schwierig, denn hier gibt es den Motor, einen Regler und den Antriebsakku. Wenn diese Komponenten richtig aufeinander abgestimmt sind, wird es kaum Probleme im Betrieb des RC Cars geben. Insgesamt lässt sich sagen, dass ein RC Car mit Verbrennungsmotor schon eine tolle Sache ist - aber mehr Erfahrung und Wissen voraussetzt als ein RC Car mit Elektromotor.
3. Die Größe des RC-Car:
Das ist eine weitere unterteilung die durchaus Sinn macht. Es werden Modelle von 1:36 bis 1:5 unterschieden. Dabei muss beachtet werden, dass je kleiner ein RC-Car wird, umso mehr wird auch sein Einsatzbereich eingeschränkt.
Ein 1:36 RC Car (wie z.B. der Team Losi Micro-T) ist wegen seiner Größe nicht fähig abseits einer Straße zu fahren. Auch wenn das Modell als Offroad-Auto gebaut wurde, wird es kaum über den nächsten größeren Stein fahren können und damit ist dieses RC Car auf Teppich oder Asphalt festgelegt.
Ein 1:5 RC Car dagegen wird kaum ein Problem habe abseits der Straße zu fahren - die schiere Größe des Modellautos erlaubt es auch auf ungemähten Wiesen zu fahren.
Als gute Einstiegsgröße haben sich 1:36 bis 1:10 Modelle bewährt. Die kleinen RC Cars um mal zu Hause im Wohnzimmer oder auf dem Parkplatz vorm Haus zu fahren und die Größeren um es in der Kiesgrube so richtig krachen zu lassen. Wem dann die Lust auf etwas noch Schnelleres gekommen ist, dem sei ein 1:8er RC Car ans Herz gelegt - damit geht so richtig der Punk ab.
4. Die Bauart des RC-Car:
Sicher nicht das letzte Unterscheidungskriterium, aber durchaus ein wichtiges ist die Bauart. Unterschieden wird zwischen Buggy, Truggy, Monstertruck, Onroad und Crawler. Dazwischen gibt es noch viele Weitere aber diese fünf Typen sind die Grundformen, die immer wieder gefunden werden.
Buggy:
Ein Buggy fährt hauptsächlich im Gelände, also abseits von asphaltierten Straßen. Im Gegensatz zu Onroad- oder Flachbahn-Autos hat ein Buggy eine höhere Bodenfreiheit, große und stark profilierte Reifen und einen recht großen Federweg. Oft sind die Getriebe und andere Antreibsteile vor gröberem Schmutz geschützt.
Die Karosserie eines Buggy ist eine reine Zweck-Karosserie. Sie soll die Elektronik und Antriebsteile bestmöglich vor Schmuz schüten und so ein langes Leben des Modellautos ermöglichen. Dennoch empfiehlt es sich speziell die Elektronik zusätzlich vor Dreck zu schützen.
Es gibt verschiedene Arten die speziell für Einsteiger (ca. 30 km/h schnell) geeignet sind. Aber auch Profi Modelle, die dann leicht über 70 km/h schnell werde können.
Bei Buggys wird wegen der besseren Geländegängigkeit und der höheren Bodenfreiheit der Maßstab 1:8 bevorzugt.
Monstertruck:
Ein Monstertruck ist meistens kein maßstabsgetreuer Nachbau eines echten Monstertrucks, sondern vielmehr ein vollkommen eigenes RC Car. Oft sind sie mit sehr aufwändigen Federsystemen und Antriebskonzepten (teilweise mit zwei Motoren) ausgestattet. Die Größenpalette reicht dabei von 1:28 bis hin zu 1:5 die dann eine Geschwindigkeit von 70 km/h und mehr erreichen können.
Die Gestalt eines Monstertrucks kann druchaus als monströs bezeichnet werden. Übergroße Reifen, ein gut sichtbares und aufwändiges Federungssystem (oft mit zwei sichtbaren Stoßdämpfern pro Rad), eine extrem große Bodenfreiheit und eine relativ (zu den Reifen) kleine Karosserie sind die unübersehbaren Merkmale dieses RC Cars. Alles zusammen verleiht diesem Typ aber eine enorme Geländegängigkeit und es gibt kaum ein Gelände wo ein Monstertruck nicht durchkommt.
Truggy:
Die Truggy's sind relativ neu auf dem Markt und sind eigentlich ein Zwischending zwischen Buggy und Monterstruck. Die Bodenfreiheit ist nicht so große wie beim Montertruck aber doch sehr viel größer als beim Buggy. Sie muten nicht so monstös an als die Monstertrucks, wirken aber verglichen mit den Buggys größer.
Flachbahn:
Dieser Typ ist ganz klar für asphaltierte Straßen bzw. Rennstrecken konzipiert. Hochwertige Technik erlauben extreme Geschwindigkeiten jenseits der 100 km/h.
Crawler:
Die Crwaler sind auch relativ neu auf dem Markt. Diese Autos sind speziell zum Klettern (daher auch sein Name) gebaut. Ziel ist es im Felsigen (Steine sind schon fast zu klein) Gelände möglichst alles hochzufahren ohne das Modell umzukippen. Hier zählt nicht nur Geschwindigkeit sondern auch Präzision und Geschicklichkeit. Vergleichbar sind die Aufgaben mit der realen Truck-Trail - hier werden schier unüberwindbar anmutende Hindernisse befahren und Zeit sowie Geschicklichkeit bewertet.